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Exklusivität muss man schützen

Wieder zurück Zuhause muss ich sofort mit einer neuen Kollektion anfangen. Sobald ich hier bin, kann ich einfach nicht anders. Aus diesem Grund muss ich wegfahren, um abzuschalten. Es ist eine Art Zwangsurlaub, denn ich mir mindestens ein Mal pro jar auferlegen muss, da ich sonst sicher einen zsuammenbruch erleiden würde. Ich ahbe immerzu das Gefühl, dass mich meine Kreativität noch umbringen wird. Ich gehe dauernd an meine grenzen, dass kann doch einfach nicht gut sein. Zu etwas anderem. Meine liebe Freundin Mona kam heute zu mir um mir ein paar Ihrer "alten" Sachen vorbeizubringen. Sie kauft ja immer bei teuren Designer ganz flippige Kleider. Nach ein paar Monaten gefallen ihr die meisten nicht mehr. Ich nehme diese Sachen als Inspiration und mache meist neue Dinge daraus. Letztens hab ich mal eins im Internet verkauft, weil ich mit Mona gewettet hatte was es noch wert sei - für sie ist auch der materielle Wert der Klamotten verloren, sobald sie das Muster nicht mehr ertragen kann. Ich habe da auch schon von meiner Tochter zu klein gewordene Sachen verkauft. Für solche Aktionen ist das Internet ganz gut, aber wenn man etwas wirklich exklusives haben möchte, muss man sich schon die zeit nehmen es sich im Laden mal genauer anzuschauen. Schließlich ist ein Kleidungsstück nicht einfach irgendwelche Ware. Ich bin da sehr anspruchsvoll. Bevor ich etwas kaufe muss ich wissen wie sich der Stoff anfühlt, muss der Sitz perfekt sein und die Farbe ist auf Bildern sowies nie eins zu eins mit der Realität. Ich verkaufe meine Unterwäsche auch nicht über as Internet - es soll nicht zu Ramschware werden. Mona meinte schon oft, dass ich altmodisch sei - das ist ihre Meinung. Ich finde Exklusivität sollte man mit allen Mitteln schützen.
27.11.12 13:11


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Drei Tage auf Rügen

Nach einer Woche stetiger Schneiderei bin ich froh, wieder etwas Pause zu haben. Eine Woche Saßnitz ist genau das Richtige für meinen Geschmack, das dachte ich zumindest. Der Ort ist langweilig, vor allem außerhalb der Saison. Spazierengehen unter verhangenem Himmel. Nicht einmal das Meer zeigt sich dort aufregend. Ruhig und glatt liegt es da. Schlieren der Kreide lösen sich im Wasser und machen es milchig. Ein paar einsame Touristen suchen Donnerkeile in den Steinen. Ein Relikt aus der Vergangenheit, perfekt für die Sammelleidenschaft leidenschaftsloser Menschen. Nachts liegen sie wahrscheinlich in ihren Betten und erzählen dem lieben Gott, was sie alles erlebt haben. Nach einer Woche fahren sie dann wieder heim, stolz und erfolgreich. Ihre Beute sind ein paar hundert Fischschwänze dieser Meeresbewohner der Kreidezeit. In eine Tüten haben sie die Fossilien behutsam eingepackt, die in beim Absetzen des Rucksacks raschelt. Ein Geräusch, dass sie an ihren Erfolg erinnert. Wem können sie dieses Mitbringsel zeigen? Wartet auf sie zu Hause jemand?

Drei Tage Kreidefelsen sind mir genug. Das Grau-in-grau deprimiert mich. Auch wenn die Sagenumwobenen Buchenwälder und die Erdwälle der Slawen einen gewissen Reiz haben, machen sie mich zugleich wütend. Alles hat mich da auf Rügen wütend gemacht. Ich brauch Menschen um mich herum. Wer kann sich denn länger mit sich selbst und der Natur beschäftigen, ohne kirre zu werden. Das nächste Mal fahre ich mit Evelyn in den Urlaub. Vielleicht kommt auch Mona mit. Diese Frau liebe ich, ihr schönes Äußeres machen so einige Charakterschwächen bei ihr wett. Eine Woche werde ich es schon mit ihr aushalten. Viel länger kann ich es mir sowieso nicht leisten, die Arbeit liegen zu lassen. Meine Kunden wollen frische, neue, immer aktuelle Wäsche.
16.11.12 16:28


Beschränkte Begegnung

Meine Freunde und liebe Leserinnen, nun endlich ist es soweit. Sie haben die Möglichkeit wenige Hintergrund-Informationen zu meiner Person und zu meinen Kollektionen zu erfahren. Meine Profession: Mieder und Dessous. Mein Hobby: Empfänge und Vernissage. Damit Sie sich auf meiner Seite nicht langweilen eine kleine Begebenheit vom 7. November. Es war ein Mittwoch in der Kanzlei Tiefenbrunnen in Rohrbach-Süd. Die Ausstellung zeigte Arbeiten von Künstlern der Heidelberger Szene. Einführende Worte sprach Prof. Dr. Hastenichtgesehen, der sich äußerst wichtig nahm und es in seiner Rede abstrakter nahm, als die Künstler auf den Leinwänden. Danach ölte Musik die Luft. So gingen Canepés und Sekt ganz beschwingt die Speiseröhre hinunter.

Von der Kunst möchte ich nicht viel schreiben, da sie wirklich eher durchschnittlich als erregend war. Doch aufregend war ein junger Herr, der in Parker und Binder adrett mit viel Pomade im Haar zu mir herüber schielte. Er mag gut zehn Jahre jünger gewesen sein und sah ganz vorzüglich aus, sodass ich mich ihm näherte. Ich wollte ihm einen Streich spielen, da mich Männer als anderes Geschlecht so gar nicht interessieren. Doch dieser Herr, eher einer Plastik von Rodin gleich, zog mich als Künsterlin an. Er verkannte, wie ich auch geheim hoffte, natürlich völlig meine Absichten. Typisch für Männer ist ihr beschränkter Handlungspielraum bei einer heterosexuellen Begegnung. Nun ja, er war sichtlich interessiert, machte Avancen und holte mir den Sekt, den er auch bezahlt hätte, wäre er nicht kostenlos gewesen. Als es denn Zeit zum Gehen war, küsste ich mich mit einer Bekanntschaft, was den jungen Mann sichtlich irritierte. Doch war er ganz Gentlemen. Ohne verägert zu sein, wünschte er mir einen sicheren Heimweg und zog ab. Wie traurig sich auf ein Ziel zu fokussieren, das dann nicht erreicht werden kann. Männer sind häufig so beschränkt.
5.11.12 18:15





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